Logopädie für Erwachsene in Wiesbaden

Leistungen

Schlafapnoen / Schlafbezogene Atmungsstörung

Definition

Unter „schlafbezogener Atmungsstörung“ oder auch Schlafapnoe versteht man ein nächtliches Aussetzen der Atmung. Je nach Schweregrad der Störung können diese Aussetzer in Frequenz und Länge variieren. Es kann durch verschiedene Ursachen zu solchen Aussetzern kommen, von einer tatsächlich organischen Störung der Atemwege bis hin zu einem falsch erlernten Atemmuster. Letzteres ist logopädisch behandelbar, da sich die Atemstörung nicht nur während des Schlafens zeigt, sondern auch im Alltag durch verschiedene Symptome deutlich wird. Ebenfalls ein häufiger Faktor bei der Entstehung von Schlafapnoen ist eine geschwächte Zungenmuskulatur, da die Zunge während des Schlafens zurück in den Rachenbereich rutscht und so die Atemwege kurzfristig verschließt.  

Symptome

  • Unregelmäßiger Atemrythmus in Ruhe, Sprache und Bewegung
  • Konstante Mundatmung in Ruhe, Sprache und Bewegung
  • Atemaussetzer während des Zuhörens oder bei großer Konzentration
  • Gesteigertes Sprechtempo mit zu wenig Atempausen
  • Ein insgesamt flaches ineffektives Atemmuster
  • stark geschwächte Zungen- und Lippenmmuskulatur
  • Häufig zu geringe Kieferöffnung und verspannte Kiefer- & Halsmuskulatur
  • Gelegentlich Stimm- oder Schluckbeschwerden

Folgen

  • Zu geringer Sauerstoffgehalt im Blut (während des Alltags)
  • Unterbrechung der Sauerstoffversorgung zum Gehirn (während des Schlafens)
  • Schlaganfall oder Herzinfarkt (bei zu langer Unterbrechung der Sauerstoffzufuhr)
  • Bluthochdruck (da der Körper versucht, den niedrigen Sauerstoffgehalt auszugleichen)
  • Häufige Kurzatmigkeit in Bewegung oder während des Sprechens
  • Schlechte Schlafqualität mit Einschlaf- oder Durchschlafstörungen

Therapie

In den meisten Fällen wird als Basis-Maßnahme eine Schlafmaske verwendet. Diese sorgt durch das Aufrechterhalten eines konstanten Luftdrucks dafür, dass der Betroffene durchgehend ein hohes Maß an Sauerstoff zu sich nimmt.

Allerdings ist es sinnvoll, die grundsätzliche Atemstörung mit Logopädie zu behandeln. Hierbei wird dann langfristig eine effektive Atmung (Zwerchfellatmung) erarbeitet, die eine optimale Sauerstoffzufuhr sowohl in Ruhe, als auch während des Sprechens garantiert. Parallel wird die Zungenmuskulatur gekräftigt und – soweit nötig – die Sprechgeschwindigkeit gesenkt, um Zeit für die Atmung zu schaffen. Mit der Zeit wird das neu erlernte Atemmuster auch auf die Zeit des Schlafens übertragen, sodass die Anzahl der Apnoen deutlich verringert werden kann.

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